Der Gartendom: Ein Gebäude, das niemand will…

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Die ehmalige Kohlemischanlage, die 1999 und 2000 im Rahmen der Oberhausener Landesgartenschau (kurz OLGA) als Ausstellungshalle und Gartencenter benutzt wurde, ist heute einer der größten Schandflecken Oberhausens und ein Sinnbild für die Entwicklung des Stadtteils Osterfeld. Wo damals noch die Biene OLGA, das Maskottchen der Landesgartenschau rumlief, liegen heute unmengen an Glasscherben der eingeworfenen Glaschscheiben. Verständlich, dass die Versteigerung bis heute kein Erfolg war.

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Ein Rückblick: Die Oberhausener Landesgartenschau lockte viele Besucher ins damals als schön verkaufte Osterfeld. Schöne Blumen, Wasserspiele, Natur pur… Auch der Gartendom wurde sinnvoll als Gartencenter intigriert. Viele Besucher ließen sich hier vom Fachpersonal über seltene und eher weniger seltene Blumen und Pflanzen informieren, die man später auch erwerben konnte. Als die OLGA endete, dachte man sicherlich nie dass der Gartendom in 10 Jahren so aussieht, wie man ihn heute kennt, denn vom Jahr 2000 bis 2001 war der Dom Austragungsort von Gunther von Hagens “Körperwelten”. Die damals stark kritisierte Ausstellung lockte viele Oberhausener, aber auch Touristen aus den In- und Ausland in den Gartendom. Doch ab diesen Zeitpunkt ging es nur noch Berg ab…

Ein Hauch von Hoffnung gab es für den Gartendom noch, als man einige Jahre später geplant hatte für unseren damaligen Eishockeyclub Revier Löwen den Dom als Eisstadion umzubauen. Das Projekt scheiterte am Ende aber an zu hohen Kosten. Die 12 Millionen konnte weder der Verein, noch die Stadt Oberhausen tragen.

Bilder vom Gartendom in Osterfeld

Heute ist der Gartendom nur noch ein leerstehendes Gebäude, das keiner will. Bei der ersten Zwangsversteigerung war das maximale Gebot 300.000 Euro, was aber abgelehnt wurde, weil es einfach zu wenig ist. Lustigerweise war das höchste Gebot bei der zweiten Versteigerung im November 2011 gerade mal bei 25.000 Euro. Die Volksbank möchte für den Gartendom aber wenigstens 1.870.000 Euro!!! Eine klare Lose-Lose Situation. Kein Investor will für diesen Preis den Dom, die Bank zahlt für das Grundstück, Oberhausener Bürger müssen sich immer noch mit diesen schlimmen Anblick zufrieden geben und das Stadtbild leidet unter den Gartendom.

Ein Abriss ist auch keine Option. Die Stadt Oberhausen hat das nämlich nicht zu entscheiden. Auf Anfrage antwortete man:

“es ist unumstritten bedauerlich, dass für den GartenDom noch keine alternative Nutzung gefunden werden konnte. Allerdings befindet sich der GartenDom nicht im Eigentum der Stadt Oberhausen, somit haben wir keinen Einfluss auf die weitere Entwicklung.”

Die Bank, die als Besitzer des Gartendoms eingetragen ist, hält einen Abriss für ausgeschlossen, da es sich bei der Konstruktion des Doms um eine schützenswerte Fachwerkkonstruktion handelt. Also auf was kann der Stadtteil Osterfeld nun hoffen, dass der Gartendom auf langer Zeit gesehen nicht genau so endet wie es zur Zeit der Innenstadt ergeht!? Ein Scheich aus Saudi-Arabien der Millionen in ein neues Hotel investiert? Ein Engländer der ein Themenpark aus den OLGA Park und dem Gartendom zaubert? Eigentlich alles denkbar, denn alles ist erlaubt. Der Gartendom darf laut Stadt nur nicht als Spielhalle oder als Einzelhandel dienen. So ist der Traum der Frauen, einen Primark in Oberhausen Osterfeld zufinden, zumindest ausgeträumt.

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2 Antworten auf Der Gartendom: Ein Gebäude, das niemand will…

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